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/inc/init.php 239 pluginSystem->load
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/showthread.php 28 require_once




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Wie es einem so geht
#1
So, liebe Leute,

wie es mir mit den Ärzten so ergangen ist, konntet ihr unter "Boleks Testerei" nachlesen. Da hat sich seit über einem Jahr nichts mehr getan. Ich hab einfach nicht den Nerv, mich mit den Docs herumzuschlagen. Uvae versteht das, und ich bin für ihre Solidarität sehr sehr dankbar. In meinem familiären Umfeld herrschte dagegen schon ein großer Glaube an die Koryphäen aus der Medizin. Ich müsste doch nur den richtigen Spezialisten finden, der mir ganz toll helfen könnte. Ich sei einfach nicht hartnäckig genug.? Nur letzten Endes muss ICH mit dem Doc reden und kein anderer. Und wie ich da in Erklärungsnöte und unter Rechtfertigungsdruck geraten war ... - es ging einfach nicht.

Ich könnte detailliert nachweisen, dass ich nicht psychisch gestört bin - ich habe darüber oft genug selbstkritisch nachgedacht -, aber ehrlich gesagt: ich habe keine Lust dazu. Mir ist das einfach zu blöd, von den Docs in die Psychoecke gedrängt zu werden. Ich will leben, und das kann ich ohne ärztliche Hilfe ganz gut. Darüber will ich hier berichten. Aus Gründen der Bescheidenheit habe ich mich mal unter "Zwischenberichte" einsortiert.

So, womit fange ich an? Vielleicht mit dem Hauptziel: Notarzteinsätze und lebensbedrohliche Situationen vermeiden.

Das gelingt mir schon seit längerem. Ich denke, dass ich darin inzwischen nicht schlechter bin als die "gesunden" Menschen. Der letzte Notarzteinsatz war die Folge von äußerem Zwang. Ich war gezwungen worden, über mehrere Tage ein Medikament einzunehmen, von dem es mir immer schlechter ging. Gezwungen, denn man muss ja tun, was die Ärzte vorschreiben. So dachte ich vor einigen Jahren ja auch noch. Erst viel zu spät, habe ich das Medi abgesetzt. Da musste dann der Notarzt noch gerufen werden.? Heute würde ich ein schädliches Medi viel früher erkennen und absetzen, sodass ich dadurch nicht mehr in eine Notfallsituation geraten kann.

Die letzte lebensbedrohliche Situation hing mit der verfehlten Hilfsbereitschaft eines Familienmitglieds zusammen. Ich war in meiner Wohnung ohnmächtig geworden und lag auf dem Fußboden. Die Person hielt das für schlimm und riss mich, als ich gerade so wieder ansprechbar geworden war, hoch, um mich zu einem für das Liegen vorgesehenen Möbelstück zu bringen. Ich bin sofort wieder ohnmächtig geworden und umgefallen wie ein gefällter Baum. Hätte mich die Person nicht gerade noch aufgefangen, dann hätte ich mir schwerste Kopfverletzungen zugezogen. Dafür erwartete die Person noch Dank von mir. Ich dagegen war wirklich sauer, denn wenn die Person mich nicht gewaltsam hochgerissen hätte, wäre ich nicht so umgefallen. Bei einer normalen Ohnmacht sorgen Schutzreflexe dafür, dass ich mir keine schweren Sturzverletzungen zuziehe.

Aus solchen Vorfällen habe ich gelernt, dass das, wovon andere Menschen meinen, es sei gut oder notwendig für mich, noch lange nicht das richtige sein muss. Seit ich konsequent meinen eigenen Weg gehe, ist es besser geworden. Der Experte für mein Leben und mein Befinden bin nämlich ich selbst. Da meine lange belächelten Strategien inzwischen deutliche Erfolge zeigen, habe ich mir in meiner Verwandtschaft doch einen gewissen Respekt erworben.

Ich meide seit einigen Jahren konsequent Wein und Sekt, da mich deren Konsum immer wieder in gefährliche Situationen gebracht hatte. Höherprozentige Spirituosen gesoffen habe ich genau einmal in meinem Leben. Damals habe ich aus den verheerenden Folgen gelernt, dass ich sowas nicht trinken darf.

Mein Körper hat im Laufe der Jahre einen Notfallmodus und diverse Schutzreflexe entwickelt, mit denen ich gefährlichen Situationen heute viel besser begegnen kann als in meiner Jugend. Ich habe gelernt, mit meinen "Problemen" umzugehen.

Warum beginne ich meinen Bericht mit den doch seltenen lebensbedrohlichen Situationen? Weil ich mein Leben ohne Angst gestalten kann, wenn ich diese Problematik im Griff habe. Und ich habe sie im Griff. Ich bin nicht ängstlich. Infolge von Allergien und Unverträglichkeiten geht es mir immer wieder schlecht, zum Teil sehr schlecht. Ja, aber ich weiß, dass ich davon nicht sterbe. Ich lasse mich davon nicht einschüchtern. Ich will mich nicht als krank definieren, sondern ich will leben, und ich lebe. Es ist chronisch, also muss ich damit leben und tue es eben.

Meine ach so mitfühlenden Arbeitskollegen wollten mich in die Invalidität abschieben. Abgesehen davon, dass ich eine Arbeitsunfähigkeitsrente oder sowas niemals bekommen würde, will ich das auch gar nicht. Ich will am Leben teilhaben. Meine Mitmenschen denken oft, ich sei "todkrank" und völlig unfähig, etwas Produktives zu tun, oder aber sie erleben mich, wenn es mir gerade gut geht, und meinen dann, ich hätte gar nichts und würde nur rumspinnen. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Ich frage mich, warum das für andere so schwer zu verstehen ist.

Der Witz ist noch der, dass im letzten Jahr einige meiner Arbeitskollegen zig Arzttermine hatten und mehrmals krankgeschrieben waren, ich dagegen nicht. Dennoch halten sie sich für "gesund" und mich für ein Wrack.

In einem mühsamen Lernprozess habe ich gelernt, immer besser zurechtzukommen. Darüber schreibe ich dann in ein paar Tagen in der Fortsetzung. Da geht es dann um Alltagskram, um die vielen kleinen Dinge, die ich beachten muss oder verändert habe.

Bolek
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Wie es einem so geht - von Bolek - 06.04.2013, 06:31
Re: Wie es einem so geht - von Bolek - 14.04.2013, 04:18
Re: Wie es einem so geht - von Bolek - 23.04.2013, 13:14
Re: Wie es einem so geht - von Uli - 09.05.2013, 11:51
Re: Wie es einem so geht - von Ulrike - 30.05.2013, 12:18
Re: Wie es einem so geht - von Bolek - 02.07.2013, 19:06
Re: Wie es einem so geht - von Bolek - 17.02.2014, 16:12
Re: Wie es einem so geht - von Uli - 20.02.2014, 09:51

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