25.04.2005, 18:42
Gesundheit
Schwer in Ordnung
Von Richard Friebe
24. April 2005 Es ist gerade mal ein gutes Jahr her, da traten in Washington Wissenschaftler vor die Presse und verkündeten Amerika und der Welt, daß ein zu hohes Körpergewicht zum Killer Nummer eins avanciert sei. An Krankheiten, die durch Übergewicht und Fettleibigkeit ausgelöst würden, sollten nach den Berechnungen von Ali Mokdat und Julie Gerberding mehr als 400.000 Amerikaner pro Jahr sterben - mehr als durch Zigarettenrauch.
Verzerrte Ergebnisse
Allison mußte sich auch deswegen Kritik anhören, weil sich die Liste seiner Geldgeber wie das „Who's Who” der Multimilliarden Dollar schweren Abnehmindustrie liest: von den Weight Watchers über Roche (die die Abnehmpille Xenical anbieten) bis zu einer Anwaltskanzlei, die die Hersteller des Abnehmmittels Redux vertrat, das nach zahlreichen Todesfällen vom Markt genommen werden mußte.
Das paßte gut ins Bild eines zusehends verfettenden Amerika. Die Wissenschaftler arbeiteten für die Centers for Disease Control (CDC), Washingtons oberste Gesundheitsbehörde. Ihre Berechnungen hatten sie im renommierten Journal of the American Medical Association (Jama) publiziert.
Großes Presse-Brimborium
Seriöser geht es kaum. Es gab nur ein Problem. Die Daten stimmten hinten und vorne nicht, die Methodik wurde den Staatsstatistikern von Kollegen nach allen Regeln der Kunst um die Ohren gehauen. Bald sickerte dann auch durch, daß es schon vor der Veröffentlichung innerhalb der Behörde erhebliche Zweifel an den Daten gegeben hatte. Die Tatsache, daß zeitgleich eine neue Anti-Fett-Kampagne der Regierung gestartet wurde, ließ die Kritiker noch mehr aufhorchen.
Der gesamte Artikel ( ich hoffe, der Link „funzt“)
http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B...t.html#top
Uli
Schwer in Ordnung
Von Richard Friebe
24. April 2005 Es ist gerade mal ein gutes Jahr her, da traten in Washington Wissenschaftler vor die Presse und verkündeten Amerika und der Welt, daß ein zu hohes Körpergewicht zum Killer Nummer eins avanciert sei. An Krankheiten, die durch Übergewicht und Fettleibigkeit ausgelöst würden, sollten nach den Berechnungen von Ali Mokdat und Julie Gerberding mehr als 400.000 Amerikaner pro Jahr sterben - mehr als durch Zigarettenrauch.
Verzerrte Ergebnisse
Allison mußte sich auch deswegen Kritik anhören, weil sich die Liste seiner Geldgeber wie das „Who's Who” der Multimilliarden Dollar schweren Abnehmindustrie liest: von den Weight Watchers über Roche (die die Abnehmpille Xenical anbieten) bis zu einer Anwaltskanzlei, die die Hersteller des Abnehmmittels Redux vertrat, das nach zahlreichen Todesfällen vom Markt genommen werden mußte.
Das paßte gut ins Bild eines zusehends verfettenden Amerika. Die Wissenschaftler arbeiteten für die Centers for Disease Control (CDC), Washingtons oberste Gesundheitsbehörde. Ihre Berechnungen hatten sie im renommierten Journal of the American Medical Association (Jama) publiziert.
Großes Presse-Brimborium
Seriöser geht es kaum. Es gab nur ein Problem. Die Daten stimmten hinten und vorne nicht, die Methodik wurde den Staatsstatistikern von Kollegen nach allen Regeln der Kunst um die Ohren gehauen. Bald sickerte dann auch durch, daß es schon vor der Veröffentlichung innerhalb der Behörde erhebliche Zweifel an den Daten gegeben hatte. Die Tatsache, daß zeitgleich eine neue Anti-Fett-Kampagne der Regierung gestartet wurde, ließ die Kritiker noch mehr aufhorchen.
Der gesamte Artikel ( ich hoffe, der Link „funzt“)
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Uli
