22.06.2006, 09:39
Immun gegen Fett
http://focus.msn.de/gesundheit/ernaehrun...30787.html
| 22.06.06, 08:10 Uhr |
Eine „Impfung“ mit Botenstoffen des Immunsystems könnte verhindern, dass sich überflüssige Pfunde ansammeln. Bei Mäusen funktioniert es schon.
Das Immunsystem schützt den Körper vor Viren, Pilzen sowie Bakterien und bekämpft sogar entartete Zellen. Französische Wissenschaftler erforschen, ob sich die Abwehrkräfte das Körpers nicht auch für den Kampf gegen eine sich epidemisch ausbreitende Zivilisationskrankheit nutzen lassen: Übergewicht.
Dazu untersuchten Laurence Macia und ihre Kollegen von der Universität Lille Mäuse, die künstlich in die Fettsucht getrieben wurden: Junge Nager erhielten große Mengen Glutamat mit ihrem Futter. Der Stoff ist ein weit verbreiteter Geschmacksverstärker, der vielen Nahrungsmitteln in geringer Menge zugesetzt wird.
Angefutterte Körpermasse
Durch die hohe Dosierung im Laborversuch gelangte der Stoff ins Gehirn der Tiere und veränderte bestimmte Regionen im Hypothalamus, die unter anderem den Appetit steuern. Erwartungsgemäß legten die Nager tüchtig zu: In kurzer Zeit erhöhte sich ihr Körpergewicht um 28 Prozent.
Schlank durch Zytokinspritze
Eine andere Gruppe Mäusen erhielt neben dem Glutamatfutter eine einzelne Injektion mit Interleukin-7. Dieser Botenstoff gehört zu den so genannten Zytokinen, die als Wachstumsfaktoren im Körper wirken. Interleukin-7 beispielsweise regt das Wachstum bestimmter Immunzellen an, der Vorläuferzellen von B- und T-Lymphozyten.
Die Studie enthüllte eine bisher unbekannte Funktion des körpereigenen Stoffs: Interleukin-7 scheint den Hypothalamus und damit auch den Appetit zu beeinflussen. Anders als die fettsüchtigen Mäuse der Kontrollgruppe nahmen die „geimpften“ Labornager nicht zu und zeigten auch keine Veränderungen im Hypothalamus. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass Interleukin-7 eine zentrale Rolle für die Regulierung des Körpergewichts spielt.
Ihre Ergebnisse präsentierten sie auf dem 6. Internationalen Kongress für Neuroendokrinologie in Pittsburgh.
*kopfschüttel* - warum an den Folgen herumdoktern wollen und nicht die Ursachen erkennen wollen?????
Uli ?(
http://focus.msn.de/gesundheit/ernaehrun...30787.html
| 22.06.06, 08:10 Uhr |
Eine „Impfung“ mit Botenstoffen des Immunsystems könnte verhindern, dass sich überflüssige Pfunde ansammeln. Bei Mäusen funktioniert es schon.
Das Immunsystem schützt den Körper vor Viren, Pilzen sowie Bakterien und bekämpft sogar entartete Zellen. Französische Wissenschaftler erforschen, ob sich die Abwehrkräfte das Körpers nicht auch für den Kampf gegen eine sich epidemisch ausbreitende Zivilisationskrankheit nutzen lassen: Übergewicht.
Dazu untersuchten Laurence Macia und ihre Kollegen von der Universität Lille Mäuse, die künstlich in die Fettsucht getrieben wurden: Junge Nager erhielten große Mengen Glutamat mit ihrem Futter. Der Stoff ist ein weit verbreiteter Geschmacksverstärker, der vielen Nahrungsmitteln in geringer Menge zugesetzt wird.
Angefutterte Körpermasse
Durch die hohe Dosierung im Laborversuch gelangte der Stoff ins Gehirn der Tiere und veränderte bestimmte Regionen im Hypothalamus, die unter anderem den Appetit steuern. Erwartungsgemäß legten die Nager tüchtig zu: In kurzer Zeit erhöhte sich ihr Körpergewicht um 28 Prozent.
Schlank durch Zytokinspritze
Eine andere Gruppe Mäusen erhielt neben dem Glutamatfutter eine einzelne Injektion mit Interleukin-7. Dieser Botenstoff gehört zu den so genannten Zytokinen, die als Wachstumsfaktoren im Körper wirken. Interleukin-7 beispielsweise regt das Wachstum bestimmter Immunzellen an, der Vorläuferzellen von B- und T-Lymphozyten.
Die Studie enthüllte eine bisher unbekannte Funktion des körpereigenen Stoffs: Interleukin-7 scheint den Hypothalamus und damit auch den Appetit zu beeinflussen. Anders als die fettsüchtigen Mäuse der Kontrollgruppe nahmen die „geimpften“ Labornager nicht zu und zeigten auch keine Veränderungen im Hypothalamus. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass Interleukin-7 eine zentrale Rolle für die Regulierung des Körpergewichts spielt.
Ihre Ergebnisse präsentierten sie auf dem 6. Internationalen Kongress für Neuroendokrinologie in Pittsburgh.
*kopfschüttel* - warum an den Folgen herumdoktern wollen und nicht die Ursachen erkennen wollen?????
Uli ?(