31.01.2007, 16:20
Zitat:New York ist auf dem besten Weg, die Welthauptstadt der Zuckerkranken zu werden. Im Zuge der Fettsucht-Epidemie in den USA ist auch die Zahl der Diabetes-Kranken in der US-Metropole rasant gestiegen.
New York - Jeder achte Einwohner von New York City leide inzwischen an der Zuckerkrankheit, teilte die Gesundheitsbehörde der Stadt mit. Damit habe sich der Anteil der Diabetes-Patienten an der Gesamtbevölkerung innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Darin spiegele sich auch die wachsende Zahl der Übergewichtigen wider: \"Die Zwillings-Epidemien Diabetes und Fettleibigkeit werden von Jahr zu Jahr schlimmer\", erklärte Gesundheitschef Thomas Frieden. Ein Drittel der von Diabetes Betroffenen wisse nichts von der eigenen Erkrankung.
Als Gegenmittel schlug Frieden Sport, gesunde Ernährung und Abnehmen bei Übergewicht vor. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beträgt der Anteil der Diabetes-Kranken an der Weltbevölkerung weniger als drei Prozent. Der Durchschnitt in den USA liegt landesweit jedoch bei 10,3 Prozent, der Anteil in New York der neuen Untersuchung zufolge sogar bei 12,5 Prozent.
In Ländern wie den USA oder Australien, die einen besonders großen Anteil von Übergewichtigen haben, führt die von Medizinern inzwischen als Epidemie bezeichnete Fettsucht zu teils bizarren Folgen. In den USA vereitelt extreme Körperfülle inzwischen so manche Röntgenuntersuchung und erzwingt den Einsatz von überlangen Injektionsnadeln und OP-Hemden in XXXL. Das Problem betrifft inzwischen sogar den Nachwuchs: Kleinkinder passen nicht mehr in ihre Autositze, sogar bei Babys wird inzwischen immer öfter Fettleibigkeit diagnostiziert. Auch die Haustiere bleiben nicht verschont: In Australien werden Hund und Katze immer runder; in den USA gibt es mittlerweile schon Diätpillen für Hunde.
Auch die Staatsfinanzen geraten durch die um sich greifende Fettleibigkeit unter Druck. In den USA werden die Folgen des extremen Übergewichts auf rund 90 Milliarden Dollar pro Jahr beziffert. In Australien, wo 16 Prozent der Bevölkerung als fettleibig gelten, betrugen die Folgekosten des Übergewichts im Jahr 2005 umgerechnet 12,6 Milliarden Euro. Damit lagen sie doppelt so hoch wie die Ausgaben für Gesundheitsvorsorge.
mbe/AFP
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...57,00.html
Uli