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Schützt Milch vor metabolischem Syndrom?
#1
Zitat: Studie: Schützt Milch vor metabolischem Syndrom?
Montag, 16. Juli 2007
Cardiff – Täglich ein halber Liter Milch. Das war in einer prospektiven Beobachtungsstudie im Journal of (Epidemiology and Community Health 2007; 61: 695-698) mit einem deutlich verminderten Risiko verbunden, an einem metabolischen Syndrom zu erkranken.

Die Caerphilly Prospective Study beobachtet seit 20 Jahren (fast) alle männlichen Einwohner der südwalisischen Kleinstadt. Eine Besonderheit der Studie ist, dass bei allen Teilnehmern der Nüchternblutzucker untersucht wurde, sodass die (vereinfachte) Diagnose eines metabolischen Syndroms (viszerale Adipositas, hoher Cholesterin und erhöhter Nüchternblutzucker) gestellt werden konnte. Schon zu Beginn der Studie erfüllten 15 Prozent der Männer dieses Kriterium und seither ist deren Zahl weiter gestiegen.

Peter Elwood von der Universität Cardiff interessierte sich jetzt für die Frage, welche ernährungsbedingten Faktoren die Entstehung begünstigen. Die Antwort dürfte die lokale Milchwirtschaft und die Käsehersteller gefreut haben. Der Verzehr von Milch und Milchprodukte war nämlich mit deutlich niedrigeren Inzidenzraten assoziiert. Männer, die angaben täglich einen Pint (etwas mehr als ein halber Liter) Milch zu trinken, entwickelten zu 62 Prozent seltener ein metabolisches Syndrom (adjustierte Odds Ratio 0,38 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,18-0,78). Auch der reichliche Verzehr von Milchprodukten war in diesem Sinne „protektiv“: Adjustierte Odds Ratio 0,44 (0,21-0,91).

Vor einem manifesten Diabetes schützte Milch in der Studie indes nicht, weshalb die britische Stiftung Diabetes UK sich auch gegen einen zu hohen Milchkonsum aussprach. Sie verweist auf den hohen Fettgehalt von Vollmilch und von einigen Milchprodukten wie Käse. Der Schlüssel zum Erfolge liege in einer ausgewogenen Ernährung und in körperlicher Bewegung. In der Tat sollte darauf hingewiesen werden, dass die Ergebnisse von Beobachtungsstudien nicht den gleichen Evidenzgrad haben wie Interventionsstudien, in denen eine präventive Wirkung eines gesunden Lebensstil mehrfach belegt werden konnte. rme/aerzteblatt.de
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=29171

( hier nicht so ausführlich – dafür aber "Industrie-freundlicher" !)
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_h...317479.htm



Bereits vor 2 Jahren "geisterte" diese Meldung durch die Gazetten – und wurde auch entsprechend kritisch betrachtet:

http://www.milchlos.de/milos_0723.htm


Uli
Antworten
#2
Nun hat diese "frohe Botschaft" auch den deutschen Verbraucher erreicht


Zitat:Milch und Milchprodukte verringern das Risiko
(aid) – Erneut zeigt eine aktuelle Studie, dass Milch und Milchprodukte in einer gesunden Ernährung nicht fehlen sollten. Diese Lebensmittelgruppe kann nicht nur vor Knochenabbau schützen, sondern auch vor dem so genannten Metabolischen Syndrom. Das ergab eine Studie der Universität Cardiff, in der Männer mittleren Alters zehn Jahre lang regelmäßig untersucht wurden. Die Forscher ermittelten zu Beginn der Studie den Lebensmittelverzehr und die Stoffwechselwerte der Probanden. Dabei stellten sie fest, dass diejenigen, die mindestens ein Glas Milch am Tag tranken, nur etwa halb so häufig am Metabolischen Syndrom litten wie jene, die gar keine oder nur sehr wenig Milch zu sich nahmen. Bezogen die Forscher auch Milchprodukte wie Jogurt und Käse in die Auswertung ein, kamen sie zu einem ähnlichen Ergebnis. Das Metabolische Syndrom wird auch als „tödliches Quartett“ bezeichnet, weil es sich aus vier unterschiedlichen Symptomen zusammensetzt: Übergewicht, erhöhte Blutzuckerwerte, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Kommen zwei oder mehr dieser Krankheitserscheinungen gleichzeitig vor, spricht man vom Metabolischen Syndrom. Männer, die bereits zu Beginn der Studie zwei oder mehr dieser Symptome zeigten, erkrankten viermal so häufig an Diabetes und fast doppelt so häufig an Durchblutungsstörungen des Herzens wie ihre gesunden Altersgenossen. Im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung werden etwa drei Portionen Milch und Milchprodukte am Tag empfohlen. Eine Portion entspricht einem Glas Milch, einem Becher Jogurt oder einer Scheibe Käse.
Quelle: Journal of Epidemiology and Community Health, Bd. 61, Heft 8, S. 695-698, 2007
http://www.was-wir-essen.de/news/news040...yndrom.php


Dabei sei hier nochmal`s an den "entsprechenden" Beitrag hier erinnert

http://www.milchlos.de/milos_0723.htm


Uli
Antworten


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