12.10.2008, 19:38
Zitat:12. OKTOBER 2008, 18:26 UHR
ÜBERFISCHUNG
Plünderung der Meere könnte zu Todeszonen führen
Von Christian Schwägerl
Umweltschützer, Lebensmittelkonzerne und Fischereiexperten warnen auf dem IUCN-Weltnaturschutzkongress vor einer ungebremsten Plünderung der Meere. Im Visier haben sie vor allem die europäische Fischereiflotte.
Barcelona/Berlin. Es ist ein tödliches Ritual: Gegen Ende jedes Jahres legen die EU-Fischereiminister fest, wie viele Fische mit den rund 90.000 Booten unter EU-Flaggen gefangen werden dürfen. Gerechnet wird nicht in Tieren, sondern in Tonnen - und fast immer genehmigen die Politiker deutlich mehr als das, was die zuständigen Wissenschaftler vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) noch für verantwortbar halten.
Um ihren Küstengemeinden kurzfristig Einnahmen zu bescheren, erlauben die Politiker eine systematische Überfischung der Gewässer rund um Europa. Doch das rächt sich: Leere Meere sind die Folge, der Ertrag schrumpft. Einen immer größeren Teil ihres Fischkonsums decken die Europäer aus Asien, Afrika und Südamerika.
\"Unsere Nachfahren werden uns für kriminell erklären, wenn wir diese Ausbeutung weiter zulassen\", sagte der Meeresbiologe Alex Rogers von der renommierten Zoologischen Gesellschaft von London nun auf dem IUCN-Weltnaturschutzkongress. Er forderte, die EU-Minister müssten bei ihren anstehenden Verhandlungen die Zahl der Schiffe drastisch reduzieren und die Fischer stärker kontrollieren lassen. Sonst drohten sich \"Todeszonen\", wie es sie vor Namibia bereits gebe, auch vor Europa auszuweiten.
....Gesamten Artikel lesen? Hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur...49,00.html
?
Zitat:Die deutsche Bundesregierung hat angesichts der dramatischen Zustände nun in ihrer Meerespolitik eine Kehrtwende vollzogen. Ende September beschloss das Kabinett eine von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) entwickelte Meeresschutzstrategie, die für andere Ministerien erheblich Arbeit bedeutet.
......und ziehen da die sogen. " Ernährungsexperten" wohl mit?
Zitat:Die Macht der Konsumenten.....wohl eher nicht.........
Verantwortung weist das Regierungspapier auch den Bürgern zu. \"Nachhaltigen Konsum\" sollten sie praktizieren. Doch was heißt das? Der Verbraucher steckt in einem Dilemma: Ärzte und Ernährungsexperten raten dazu, mindestens einmal pro Woche Fisch zu essen. Fische enthalten besonders wertvolle ungesättigte Fettsäuren, denen allerlei gesundheitsförderliche Wirkungen nachgesagt werden. Länder mit hohem Fischkonsum wie Japan und Island weisen die weltweit höchsten Lebenserwartungen auf.


Uli