Hallo,
ich bin hier schon seit einiger Zeit stille Mitleserin und habe mich nun dazu entschlossen mich auch aktiv zu beteiligen
Erstmal ein riesen Dankeschön an Uli, dass du so viel Zeit opferst um anderen weiter zu helfen! Auch ich bin leider seit meiner Diagnose vor 4 Jahren noch nicht beschwerdefrei und hoffe, dass mir vielleicht jemand einen wertvollen Tipp geben kann, da meine Situation leider ziemlich festgefahren scheint. Am besten fange ich erstmal von vorne an:
Die Auffälligkeiten begannen eigentlich schon als Kind, zumindest kann ich mich daran erinnern, dass ich morgens vor der Schule (nach dem Frühstück) ständig Bauchschmerzen hatte. Mit der Ernährung habe ich das damals nicht in Zusammenhang gebracht, allerdings kann ich mich erinnern, dass ich schon immer eine gewisse Abneigung gegenüber Milchprodukten hatte, zumindest gegenüber Joghurt, Quark, rohem Käse etc. Sahne und geschmolzenen Käse hingegen mochte ich sehr gerne. Ich mochte außerdem schon als Kind keine rohen Äpfel oder Birnen.
Außerdem scheint mir Stress schon immer sofort auf den Magen/Darm geschlagen zu sein, denn sobald ich in eine für mich stressige Situation (Klausuren etc.) komme, zieht sich bei mir sofort alles im Bauchbereich zusammen und ich bekomme starke Bauchschmerzen.
Mit 12 Jahren bekam ich außerdem eine sehr schlechte Haut, wobei es eher keine klassische Akne war, sondern eher ständig auftretende starke Entzündungen. Erst jetzt, mit 24, habe ich es dank starker Medikamente einigermaßen im Griff.
Meine schlechte Haut war auch der eigentliche Grund warum ich begann im Internet zu forschen. Dabei stieß ich auf Lactoseintoleranz und dachte mir das könne eine Möglichkeit für meine Probleme sein und bin zum Arzt um den Atemtest zu machen. Zu meinem Erstaunen war der LI-Test negativ, dafür allerdings der Fructose- und Sorbittest positiv (beim Fructosetest hatte ich allerdings keine starken Beschwerden, ganz im Gegensatz zum Sorbittest)! Die Milch war es aber trotzdem, denn ich reagierte bei einem Pricktest positiv auf Milch- und Hühnereiweiß sowie Haselnüsse. Von da an habe ich nur noch Ziegen- und Schafmilchprodukte zu mir genommen und fructosereduziert (heute im Nachhinein muss ich sagen, dass ich wohl doch noch ziemlich viel Fruchtzucker zu mir genommen habe) gegessen, außerdem habe ich einen Darmaufbau mit Mutaflor gemacht. Nach ca. einem Jahr ging es mir dann auch ziemlich gut.
Dann bin ich zum Studieren umgezogen und das war der Wendepunkt. Da ich als Studentin nicht viel Zeit hatte und auch keine Lust nur für mich allein zu kochen, habe ich meine Diagnose nicht mehr wirklich ernst genommen, schließlich war es mit meinen Allergien und Unverträglichkeiten normalerweise unmöglich in der Mensa zu essen! Dies wurde noch dadurch verstärkt, dass ich bis auf ein paar morgendliche Blähungen kaum noch Beschwerden hatte.
Doch wie ihr euch denken könnt ging das nicht lange gut...ca. 1 Jahr später gingen plötzlich die Koliken los. Das erste Mal war glaub ich beim Essen gehen. Plötzlich bemerkte ich wie mir plötzlich ganz komisch wurde. Auf einmal bekam ich starke Krämpfe, wirklich extrem, sodass ich zuerst glaubte ich hätte etwas organisches und müsste einen Krankenwagen rufen. Ich bin dann zur Toilette geflüchtet und hatte starken Durchfall. Ca. 1 Stunde später war der Spuk wieder vorbei und ich dachte zuerst das wäre eine Ausnahme gewesen. Aber diese Art von "Anfällen" wurde immer häufiger. Zuerst alle paar Monate. Dann alle paar Wochen. Schließlich waren sie fast ein ständiger Begleiter, und ich habe mich kaum noch getraut etwas zu unternehmen. Mir fiel außerdem auf, dass diese Anfälle besonders nach fettigem Essen auftraten.
Dann wurde mir endlich klar, dass ich was ändern muss, und habe mich wieder streng nach Diätplan ernährt. Außerdem führte ich eine erneute Darmsanierung mit Mutaflor und ProbioCult durch. Trotzdem geht es mir bis heute nicht wieder wirklich gut. In der Zwischenzeit habe ich wirklich eine Vielzahl von Untersuchungen durchführen lassen. Ich versuche die Ergebnisse mal kurz aufzulisten:
1) Allergietests
Pricktest auf Pollen:
Gräser +++
Gerste +
Hafer +++
Roggen +++
Weizen +++
Beifuß (+)
Birke +
Pricktest auf Nahrungsmittel:
kein Befund
IgE-Test:
kein Befund
IgG-Test auf 44 Hauptallergene: (Reaktionsklasse 1-4)
Kabeljau: 2
Weizen: 1
Kuhmilch: 2
Labkäse: 2
Sauermilchprodukte: 1
Schafsmilch: 3
Ziegenmilch: 3
Senfkorn: 3
Haselnuss: 1
Sojabohne: 3
2) Magenspiegelung/Darmspiegelung
kein Befund, nur leicht erhöhte Darmtätigkeit
3) Bluttest auf Histamin, Zöliakie, Alpha-Amylase
kein Befund
4) Ultraschall
leicht vergrößerte Galle
5) Kyberstatus
Auffälligkeiten:
Enterococcus spp. <2x10^4 = stark vermindert
Stuhl-PH 8,5 = stark erhöht
Bifidobakterien (Dickdarm) = leicht vermindert
Proteolytische Flora (Enterobacteriaceae, Clostridien) = leicht erhöht
Alpha-1-Antitrypsin > 200 (Normbereich < 56) = stark erhöht
Meine Therapieempfehlung lautete:
Mikrobiologische Therapie mit Symbioflor (ich bin mit ProSymbioflor gestartet)
Schleimhautstabilisierende Therapie mit Myrrhinil Intest Drg.
Orthomolekulare Therapie mit PolyZink (das nehme ich nicht ein, da es bei FM nicht geeignet ist)
Milieustabilisierung mit SymbioLact Comp
Im Moment ernähre ich mich eigentlich nur von Dinkel, Reis, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Reismilch, fructosearmem Gemüse, Eiern und Pflanzenmargarine/-öl, Wasser und Tee (vor allem Rotbusch und Kamille) und Traubenzucker in Maßen. Trotzdem habe ich immer noch Beschwerden, zwar nicht mehr so oft Durchfall, dafür aber Krämpfe und Übelkeit. Diese bringe ich vor allem mit dem ProSymbioflor in Zusammenhang, da sie offensichtlich kurz nach der Einnahme beginnen und mit Erhöhung der Dosis zunehmen.
Jetzt bin ich leider ziemlich überfragt: Einerseits möchte ich natürlich meinen Zustand endlich verbessern, andererseits habe ich schon langsam Angst das Symbioflor weiterzunehmen. Leider habe ich im guten Glauben, dass es mir bekommt, auch schon Symbioflor 1 und 2 gekauft. Und nun frage ich mich, ob ich vielleicht in den letzten Jahren doch eine LI entwickelt habe und mir das ProSymbioflor deshalb nicht bekommt. Blöderweise kann ich kein Enterokokkenpräparat finden, das lactosefrei ist.
Deshalb wäre ich für jeden Tipp wirklich unendlich dankbar! Es ist wirklich belastend sich so einseitig zu ernähren und trotzdem nie wirklich beschwerdefrei zu sein! Tut mir leid, dass mein Post so lang geworden ist, ich hoffe er ist trotzdem übersichtlich!
ich bin hier schon seit einiger Zeit stille Mitleserin und habe mich nun dazu entschlossen mich auch aktiv zu beteiligen

Erstmal ein riesen Dankeschön an Uli, dass du so viel Zeit opferst um anderen weiter zu helfen! Auch ich bin leider seit meiner Diagnose vor 4 Jahren noch nicht beschwerdefrei und hoffe, dass mir vielleicht jemand einen wertvollen Tipp geben kann, da meine Situation leider ziemlich festgefahren scheint. Am besten fange ich erstmal von vorne an:
Die Auffälligkeiten begannen eigentlich schon als Kind, zumindest kann ich mich daran erinnern, dass ich morgens vor der Schule (nach dem Frühstück) ständig Bauchschmerzen hatte. Mit der Ernährung habe ich das damals nicht in Zusammenhang gebracht, allerdings kann ich mich erinnern, dass ich schon immer eine gewisse Abneigung gegenüber Milchprodukten hatte, zumindest gegenüber Joghurt, Quark, rohem Käse etc. Sahne und geschmolzenen Käse hingegen mochte ich sehr gerne. Ich mochte außerdem schon als Kind keine rohen Äpfel oder Birnen.
Außerdem scheint mir Stress schon immer sofort auf den Magen/Darm geschlagen zu sein, denn sobald ich in eine für mich stressige Situation (Klausuren etc.) komme, zieht sich bei mir sofort alles im Bauchbereich zusammen und ich bekomme starke Bauchschmerzen.
Mit 12 Jahren bekam ich außerdem eine sehr schlechte Haut, wobei es eher keine klassische Akne war, sondern eher ständig auftretende starke Entzündungen. Erst jetzt, mit 24, habe ich es dank starker Medikamente einigermaßen im Griff.
Meine schlechte Haut war auch der eigentliche Grund warum ich begann im Internet zu forschen. Dabei stieß ich auf Lactoseintoleranz und dachte mir das könne eine Möglichkeit für meine Probleme sein und bin zum Arzt um den Atemtest zu machen. Zu meinem Erstaunen war der LI-Test negativ, dafür allerdings der Fructose- und Sorbittest positiv (beim Fructosetest hatte ich allerdings keine starken Beschwerden, ganz im Gegensatz zum Sorbittest)! Die Milch war es aber trotzdem, denn ich reagierte bei einem Pricktest positiv auf Milch- und Hühnereiweiß sowie Haselnüsse. Von da an habe ich nur noch Ziegen- und Schafmilchprodukte zu mir genommen und fructosereduziert (heute im Nachhinein muss ich sagen, dass ich wohl doch noch ziemlich viel Fruchtzucker zu mir genommen habe) gegessen, außerdem habe ich einen Darmaufbau mit Mutaflor gemacht. Nach ca. einem Jahr ging es mir dann auch ziemlich gut.
Dann bin ich zum Studieren umgezogen und das war der Wendepunkt. Da ich als Studentin nicht viel Zeit hatte und auch keine Lust nur für mich allein zu kochen, habe ich meine Diagnose nicht mehr wirklich ernst genommen, schließlich war es mit meinen Allergien und Unverträglichkeiten normalerweise unmöglich in der Mensa zu essen! Dies wurde noch dadurch verstärkt, dass ich bis auf ein paar morgendliche Blähungen kaum noch Beschwerden hatte.
Doch wie ihr euch denken könnt ging das nicht lange gut...ca. 1 Jahr später gingen plötzlich die Koliken los. Das erste Mal war glaub ich beim Essen gehen. Plötzlich bemerkte ich wie mir plötzlich ganz komisch wurde. Auf einmal bekam ich starke Krämpfe, wirklich extrem, sodass ich zuerst glaubte ich hätte etwas organisches und müsste einen Krankenwagen rufen. Ich bin dann zur Toilette geflüchtet und hatte starken Durchfall. Ca. 1 Stunde später war der Spuk wieder vorbei und ich dachte zuerst das wäre eine Ausnahme gewesen. Aber diese Art von "Anfällen" wurde immer häufiger. Zuerst alle paar Monate. Dann alle paar Wochen. Schließlich waren sie fast ein ständiger Begleiter, und ich habe mich kaum noch getraut etwas zu unternehmen. Mir fiel außerdem auf, dass diese Anfälle besonders nach fettigem Essen auftraten.
Dann wurde mir endlich klar, dass ich was ändern muss, und habe mich wieder streng nach Diätplan ernährt. Außerdem führte ich eine erneute Darmsanierung mit Mutaflor und ProbioCult durch. Trotzdem geht es mir bis heute nicht wieder wirklich gut. In der Zwischenzeit habe ich wirklich eine Vielzahl von Untersuchungen durchführen lassen. Ich versuche die Ergebnisse mal kurz aufzulisten:
1) Allergietests
Pricktest auf Pollen:
Gräser +++
Gerste +
Hafer +++
Roggen +++
Weizen +++
Beifuß (+)
Birke +
Pricktest auf Nahrungsmittel:
kein Befund
IgE-Test:
kein Befund
IgG-Test auf 44 Hauptallergene: (Reaktionsklasse 1-4)
Kabeljau: 2
Weizen: 1
Kuhmilch: 2
Labkäse: 2
Sauermilchprodukte: 1
Schafsmilch: 3
Ziegenmilch: 3
Senfkorn: 3
Haselnuss: 1
Sojabohne: 3
2) Magenspiegelung/Darmspiegelung
kein Befund, nur leicht erhöhte Darmtätigkeit
3) Bluttest auf Histamin, Zöliakie, Alpha-Amylase
kein Befund
4) Ultraschall
leicht vergrößerte Galle
5) Kyberstatus
Auffälligkeiten:
Enterococcus spp. <2x10^4 = stark vermindert
Stuhl-PH 8,5 = stark erhöht
Bifidobakterien (Dickdarm) = leicht vermindert
Proteolytische Flora (Enterobacteriaceae, Clostridien) = leicht erhöht
Alpha-1-Antitrypsin > 200 (Normbereich < 56) = stark erhöht
Meine Therapieempfehlung lautete:
Mikrobiologische Therapie mit Symbioflor (ich bin mit ProSymbioflor gestartet)
Schleimhautstabilisierende Therapie mit Myrrhinil Intest Drg.
Orthomolekulare Therapie mit PolyZink (das nehme ich nicht ein, da es bei FM nicht geeignet ist)
Milieustabilisierung mit SymbioLact Comp
Im Moment ernähre ich mich eigentlich nur von Dinkel, Reis, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Reismilch, fructosearmem Gemüse, Eiern und Pflanzenmargarine/-öl, Wasser und Tee (vor allem Rotbusch und Kamille) und Traubenzucker in Maßen. Trotzdem habe ich immer noch Beschwerden, zwar nicht mehr so oft Durchfall, dafür aber Krämpfe und Übelkeit. Diese bringe ich vor allem mit dem ProSymbioflor in Zusammenhang, da sie offensichtlich kurz nach der Einnahme beginnen und mit Erhöhung der Dosis zunehmen.
Jetzt bin ich leider ziemlich überfragt: Einerseits möchte ich natürlich meinen Zustand endlich verbessern, andererseits habe ich schon langsam Angst das Symbioflor weiterzunehmen. Leider habe ich im guten Glauben, dass es mir bekommt, auch schon Symbioflor 1 und 2 gekauft. Und nun frage ich mich, ob ich vielleicht in den letzten Jahren doch eine LI entwickelt habe und mir das ProSymbioflor deshalb nicht bekommt. Blöderweise kann ich kein Enterokokkenpräparat finden, das lactosefrei ist.
Deshalb wäre ich für jeden Tipp wirklich unendlich dankbar! Es ist wirklich belastend sich so einseitig zu ernähren und trotzdem nie wirklich beschwerdefrei zu sein! Tut mir leid, dass mein Post so lang geworden ist, ich hoffe er ist trotzdem übersichtlich!