23.06.2009, 00:47
Hallo Wildkraut,
- Pyrenäen
Einen etwa 45 km breiten zentralen Kern zwischen Albères im Osten und Pic d'Anie im Westen aus Granit, Gneis und gefaltetem Paläozoikum hüllt ein mesozoischer Mantel ein. Durch z. T. mehrfache Gebirgsbildung sind die Gesteinsmassen der Pyrenäen stark zerbrochen, aus den Klüften steigen in der Zentralzone reiche Schwefelthermen, in der Randzone alkalische Quellen auf.
Im Zentrum der Pyrenäen Manganbergbau, im Osten bei Arles-sur-Tech Eisenerzförderung. Solcher Erzbergbau weist auf das Vorhandensein weiterer Erze und natürlicher Radioaktivität hin.
Viele Heilbäder der Pyrenäen-Nordseite waren schon den alten Römern bekannt, und die hatten ein Gespür für "gehaltvolle" Quellen.
- Amélie-les-Bains, Heilbad, römische Gründung
- Argelès-Gazost, Heilbad (Schwefelquellen), zwischen Lourdes und Cauterets
- Aulus-les-Bains, 4 Quellen, schwefelsaures, kalzium- und eisenhaltiges Wasser
- Ax-les-Thermes, bereits von den Römern genutztes Thermalbad
- Bagnères-de-Bigorre, Thermalbad
- Bagnères-de-Luchon, bereits von den Römern genutztes
Thermalbad im Pays de Luchon, unterhalb der höchsten Pyrenäengipfel, Die Quellen gehören zu den schwefelreichsten und radioaktivsten der Welt!!!
- Cauterets, Heilbad, 24 schwefelhaltige Quellen
- Les-Eaux-Bonnes, Thermalbad
- Les-Eaux-Chaudes, Thermalbad
- Lourdes, Heilbad
- Luz-St-Sauveur, Heilbad am Gave de Pau
- Molitg-les-Bains, Thermalbad
Es gibt wohl noch mehr Heilbäder auf der französischen Seite. Besonders vom Schwefel betroffen: das Tal des Gave de Pau bis Lourdes. Mit hohem Schwefelgehalt im Wasser ist in den Departements Hautes-Pyrenées, Haute-Garonne und Ariège zu rechnen.
Vegetation und Klima der Pyrenäen-Nordseite:
- im Westen atlantisch, feucht, Eichen, Buchen, Kastanien
- im Osten trockener, mediterran, Pinien
- Vegetation der Hochgebirgszone ist mit den Alpen und Korsika vergleichbar
***
Die "rohe Schiene" ...
... führt geradewegs aufs Abstellgleis.
Dies ist jedenfalls meine Meinung.
Den Link zu "allesroh" hab ich mir angeschaut. Auch wenn sie sich da nicht so ideologisch-dogmatisch geben - es ist schon viel Ideologie im Spiel.
Ein paar einfache Gedanken dazu:
Überall auf der Welt sind die Menschen bereits vor Jahrtausenden dazu übergegangen, Nahrungsmittel zu kochen. Meinst du nicht, dass darin eine tiefere Weisheit verborgen sein muss? Dass das Kochen dem Menschen wesensgemäß ist? Keine Hochkultur, die nicht gekocht hat. Menschen, die kochen, sind also nicht schlecht ernährt. Wenn du dir die Menschen um dich herum ansiehst, die gekochte Nahrung essen: Geht es denen schlecht? Geht es dir besser als ihnen?
Wenn du dir deine Ernährungsbiografie ansiehst, musst du doch feststellen, dass du mit Rohkost immer wieder gescheitert bist. Zeitweilig ging es besser, aber dann kippte es wieder. Du erwähnst Mangelerscheinungen, Muskelerkrankungen, zweimal Schleudertrauma. Wenn du mit Rohkost glücklich geworden wärst, dann wärst du nicht hier bei uns gelandet.

Bitte lass dich nicht verschrecken! Es ist gut, dass du uns so viel aufgeschrieben hast. Wir wollen dich überhaupt nicht kritisieren. Du selbst kritisierst deinen Ernährungsstil, indem du beschreibst, wie schlecht es dir damit geht.
Du musst aber auch trinken. Du berichtest mehrfach über ein gestörtes Durstempfinden. Das haben manche Menschen. Sie trinken, wenn sie nicht weiter darauf achten, zu wenig. Zu anderen Zeiten haben sie dann einen unstillbaren Durst.
Deine Rohkostfutterei hängt doch auch mit einem gestörten Flüssigkeitshaushalt zusammen. Du schreibst, die Lebensmittel müssen viel Wasser enthalten.
Such dir ein Wasser, bei dem nachgewiesen ist, dass es fast kein Sulfat (Schwefel) enthält (unter 20 mg/l) und allgemein salzarm ist. Möglichst in Glasflaschen. Solche Wässer gibt es auch im Pyrenäenraum (z.B. in der Provinz Lérida).
Von diesem Wasser trinkst du regelmäßig kleine Mengen. Über den Tag verteilt, ein Schlückchen nach dem anderen. Das müsstest du auch machen, wenn du unterwegs bist. Es geht nicht darum, insgesamt sehr viel zu trinken, sondern verteilt zu trinken. Auch wenn du kein Durstgefühl hast, einen Schluck Wasser trinken kann man immer. Nach ein paar Minuten den nächsten Schluck.
So vorbereitet wirst du (glaube und wünsche ich) mit "trockenen" Lebensmitteln besser zurechtkommen als bisher. Von diesen trockenen Lemis isst du dann kleine Portionen in kürzeren Abständen.
Die Auswahl des Trockenfutters nach den Regeln, die Uli dir gegeben hat: Kein Mischmasch, möglichst allergenarm.
Übrigens, bei euch in der Nähe liegt doch Lourdes, der berühmte Wallfahrtsort, der vor allem von Kranken aufgesucht wird. Wär das nicht auch was für dich? Eine kleine spirituelle Stärkung. Vielleicht kommt dir der Gedanke komisch vor. Aber ich meine das ernst. Du brauchst schulmedizinische Untersuchungen, du brauchst Suchdiät und Ernährungstagebuch, aber ich denke auch, du brauchst spirituelle, innerliche Stärkung. In Lourdes könntest du sehen, dass es viele Menschen mit chronischen Krankheiten gibt, denen es schlechter geht als dir und die trotzdem nicht die Hoffnung aufgeben. Du könntest erfahren, dass du keine Angst zu haben brauchst. Es könnte dir helfen, deinen Kopf zu ordnen.
Bolek
PS: Du hast einen Mann, zwei Kinder und lebst in einer sehr schönen Gegend. Manche würden dich darum beneiden.
- Pyrenäen
Einen etwa 45 km breiten zentralen Kern zwischen Albères im Osten und Pic d'Anie im Westen aus Granit, Gneis und gefaltetem Paläozoikum hüllt ein mesozoischer Mantel ein. Durch z. T. mehrfache Gebirgsbildung sind die Gesteinsmassen der Pyrenäen stark zerbrochen, aus den Klüften steigen in der Zentralzone reiche Schwefelthermen, in der Randzone alkalische Quellen auf.
Im Zentrum der Pyrenäen Manganbergbau, im Osten bei Arles-sur-Tech Eisenerzförderung. Solcher Erzbergbau weist auf das Vorhandensein weiterer Erze und natürlicher Radioaktivität hin.
Viele Heilbäder der Pyrenäen-Nordseite waren schon den alten Römern bekannt, und die hatten ein Gespür für "gehaltvolle" Quellen.
- Amélie-les-Bains, Heilbad, römische Gründung
- Argelès-Gazost, Heilbad (Schwefelquellen), zwischen Lourdes und Cauterets
- Aulus-les-Bains, 4 Quellen, schwefelsaures, kalzium- und eisenhaltiges Wasser
- Ax-les-Thermes, bereits von den Römern genutztes Thermalbad
- Bagnères-de-Bigorre, Thermalbad
- Bagnères-de-Luchon, bereits von den Römern genutztes
Thermalbad im Pays de Luchon, unterhalb der höchsten Pyrenäengipfel, Die Quellen gehören zu den schwefelreichsten und radioaktivsten der Welt!!!
- Cauterets, Heilbad, 24 schwefelhaltige Quellen
- Les-Eaux-Bonnes, Thermalbad
- Les-Eaux-Chaudes, Thermalbad
- Lourdes, Heilbad
- Luz-St-Sauveur, Heilbad am Gave de Pau
- Molitg-les-Bains, Thermalbad
Es gibt wohl noch mehr Heilbäder auf der französischen Seite. Besonders vom Schwefel betroffen: das Tal des Gave de Pau bis Lourdes. Mit hohem Schwefelgehalt im Wasser ist in den Departements Hautes-Pyrenées, Haute-Garonne und Ariège zu rechnen.
Vegetation und Klima der Pyrenäen-Nordseite:
- im Westen atlantisch, feucht, Eichen, Buchen, Kastanien
- im Osten trockener, mediterran, Pinien
- Vegetation der Hochgebirgszone ist mit den Alpen und Korsika vergleichbar
***
Die "rohe Schiene" ...
... führt geradewegs aufs Abstellgleis.
Dies ist jedenfalls meine Meinung.
Den Link zu "allesroh" hab ich mir angeschaut. Auch wenn sie sich da nicht so ideologisch-dogmatisch geben - es ist schon viel Ideologie im Spiel.
Ein paar einfache Gedanken dazu:
Überall auf der Welt sind die Menschen bereits vor Jahrtausenden dazu übergegangen, Nahrungsmittel zu kochen. Meinst du nicht, dass darin eine tiefere Weisheit verborgen sein muss? Dass das Kochen dem Menschen wesensgemäß ist? Keine Hochkultur, die nicht gekocht hat. Menschen, die kochen, sind also nicht schlecht ernährt. Wenn du dir die Menschen um dich herum ansiehst, die gekochte Nahrung essen: Geht es denen schlecht? Geht es dir besser als ihnen?
Wenn du dir deine Ernährungsbiografie ansiehst, musst du doch feststellen, dass du mit Rohkost immer wieder gescheitert bist. Zeitweilig ging es besser, aber dann kippte es wieder. Du erwähnst Mangelerscheinungen, Muskelerkrankungen, zweimal Schleudertrauma. Wenn du mit Rohkost glücklich geworden wärst, dann wärst du nicht hier bei uns gelandet.
Zitat:Fett ass ich eigentlich immer in Form von Avocados, Oliven, Nüssen (ich liebe Haselnüsse, Macadamianüsse, Mandeln, Kenarinüssi, Kürbiskerne, Sesam, Sonnenblumenkerne, Walnüsse, selten Pinienkerne, Erdnüsse früher viel - doch die schien ich gar nicht zu vertragen darum ass ich sie höchst selten),....Wie Recht Uli hat! Erdnüsse sind in den USA eine "beliebte" Todesursache. Sie, aber auch andere Nüsse können anaphylaktische Schocks auslösen. Du hast geschrieben, dass du Angst vor den Folgen des Essens hast. Mit Anaphylaxie ist nicht zu spaßen. Davor, vor Nüssen darfst du Angst haben. Es ist schon? viel wert, dass du von den Nüssen weg bist.
Eigentlich alles, was in der Allergologie „ Rang und Namen „ hat........
Zitat:Und Du siehst mich ziemlich entsetzt darüber, was alles Du im Laufe eines Tages an verschiedenen Pflanzenfamilien und potenziellen Allergenen in Dich hineinschaufelst!Mich auch. Mein erster Gedanke, als ich deinen Essbericht gelesen hab, war: Ojeh, so isst doch kein "normaler" Mensch! :

Bitte lass dich nicht verschrecken! Es ist gut, dass du uns so viel aufgeschrieben hast. Wir wollen dich überhaupt nicht kritisieren. Du selbst kritisierst deinen Ernährungsstil, indem du beschreibst, wie schlecht es dir damit geht.
Zitat:Soll ich nun das Gemüse auch mal ziemlich reduzieren?! Sollte ich mal etwas hungern...Schließe mich an: Auf keinen Fall Hungern oder, wie man es vornehm ausdrückt: "Fasten". Nicht bei deiner Bulimievergangenheit! Fasten dürfen nur gesunde, nicht geschwächte Menschen. Wenn du jetzt aufhören würdest zu essen, kämen die Essstörungen wieder. Denk an deine beiden Kinder, die dich brauchen! Du musst essen, um für sie da sein zu können.
Um Himmels Willen: nicht hungern!
Du musst aber auch trinken. Du berichtest mehrfach über ein gestörtes Durstempfinden. Das haben manche Menschen. Sie trinken, wenn sie nicht weiter darauf achten, zu wenig. Zu anderen Zeiten haben sie dann einen unstillbaren Durst.
Deine Rohkostfutterei hängt doch auch mit einem gestörten Flüssigkeitshaushalt zusammen. Du schreibst, die Lebensmittel müssen viel Wasser enthalten.
Such dir ein Wasser, bei dem nachgewiesen ist, dass es fast kein Sulfat (Schwefel) enthält (unter 20 mg/l) und allgemein salzarm ist. Möglichst in Glasflaschen. Solche Wässer gibt es auch im Pyrenäenraum (z.B. in der Provinz Lérida).
Von diesem Wasser trinkst du regelmäßig kleine Mengen. Über den Tag verteilt, ein Schlückchen nach dem anderen. Das müsstest du auch machen, wenn du unterwegs bist. Es geht nicht darum, insgesamt sehr viel zu trinken, sondern verteilt zu trinken. Auch wenn du kein Durstgefühl hast, einen Schluck Wasser trinken kann man immer. Nach ein paar Minuten den nächsten Schluck.
So vorbereitet wirst du (glaube und wünsche ich) mit "trockenen" Lebensmitteln besser zurechtkommen als bisher. Von diesen trockenen Lemis isst du dann kleine Portionen in kürzeren Abständen.
Die Auswahl des Trockenfutters nach den Regeln, die Uli dir gegeben hat: Kein Mischmasch, möglichst allergenarm.
Zitat:Gekochter Quinoa ware was mich noch am ehsten reizen würde. Könnte ich das versuchen? Oder soll es wirklich nur Reis sein?Lies Ulis Links, denk nach und finde die Antwort dann selbst! Quinoa vor dem Kochen heiß waschen, um die Bitterstoffe zu entfernen.
Zitat:P.S. Hast du mal auf der alles roh Seite gelesen?? Nur ob du meinen Hintergrund etwas verstehst... Ich hoffe dass ich diesen wenn nötig loslassen kann, zumindest vorübergehend.Dein Hintergrund ist, dass es dir so, wie du dich jetzt ernährst, nicht gut geht. Diesen Hintergrund kannst du loslassen. Du musst es nur einfach tun. Du solltest wieder neugierig auf das Essen werden. Nicht in dem Sinne, alles Mögliche wild durcheinander zu probieren, aber in dem Sinne Gewohnheiten aufzugeben und einige Lemis - nach wohlüberlegtem Plan - zu pobieren, auf die du bisher keine Lust hattest.
Zitat:Vielleicht nochmals frischen Fisch. Ich werde mit denen an der Fischtheke oder den Fischverkäufern am Hafen mal ein Wörtchen reden, wegen Reaktionen und so, dann sind sie gezwungen mir die Wahrheit zu sagen wegen Frische und so? wie lange darf eigentlich Fisch oder Fleisch im Kühlschrank sein, um es noch eingermassen frisch zu nennen?Das lenkt nur ab. Wenn der Fisch nicht verdorben ist, dann ist er frisch genug. Fixier dich nicht so sehr auf die Frische! Das ist deine Rohkost-Ideologie. Es gibt Allergien gegen bestimmte Fischsorten.
Wenn die Fischer nachts gefangen haben und der Fisch das „ Mittagsläuten“ nicht mitbekommt, dann ist er frisch!
Zitat:Wegen roh geht es mir nicht um Ideologie, sondern weil ich irgendwie das gekochte, was ich bis jetzt probierte (mit Ausnahme von gewissen sehr wenigen Gemüsen) noch schlechter zu vertragen scheine, und es so wirkt wie Obst, welches am absolut schlimmsten zu sein scheint. Ich würde so gerne den Versuch machen doch habe ich nun riesige Angst davor nicht mal das zu vertragen. Dazu kommt dass ich absolut keine Lust darauf habe. Doch wenn es hilft, werde ich es tun. Dann würde ich alles tun!! Ideologie ist mir sowas von egal! Wichtig ist, was mein Körper will.Das Problem scheint mir mit dem Trinken zusammenzuhängen und mit den nichterkannten Allergien. "Riesige Angst" brauchst du nicht zu haben. Denk daran, was du kurz zuvor geschrieben hast! Du willst und brauchst keine Angst zu haben. Durchfall ist nichts Schlimmes. Übelkeit geht wieder vorbei.
Übrigens, bei euch in der Nähe liegt doch Lourdes, der berühmte Wallfahrtsort, der vor allem von Kranken aufgesucht wird. Wär das nicht auch was für dich? Eine kleine spirituelle Stärkung. Vielleicht kommt dir der Gedanke komisch vor. Aber ich meine das ernst. Du brauchst schulmedizinische Untersuchungen, du brauchst Suchdiät und Ernährungstagebuch, aber ich denke auch, du brauchst spirituelle, innerliche Stärkung. In Lourdes könntest du sehen, dass es viele Menschen mit chronischen Krankheiten gibt, denen es schlechter geht als dir und die trotzdem nicht die Hoffnung aufgeben. Du könntest erfahren, dass du keine Angst zu haben brauchst. Es könnte dir helfen, deinen Kopf zu ordnen.
Bolek
PS: Du hast einen Mann, zwei Kinder und lebst in einer sehr schönen Gegend. Manche würden dich darum beneiden.