24.12.2004, 09:23
Geheimnisse der Mousse au chocolat
Von Jürgen Krüll
Der kritische Verbraucher hat es schon immer geahnt: Warenetiketten sprechen nicht die Wahrheit – zumindest nicht die ganze. In der Tat gibt die Zutatenliste nur in Ansätzen wieder, was sich wirklich im Lebensmittel befindet. Wie aber setzt sich die ominöse Liste zusammen, und wie wird sie „passend gemacht”? Zeit für eine bittersüße Lektion.
Stellen Sie sich vor, Sie erwarten Gäste und wollen zur Feier des Tages eine selbstgemachte Mousse au chocolat anbieten. Sie nehmen 250 Gramm Butter-schmalz, ein Kilogramm Zartbitterschokolade, schmelzen beides, geben 20 Eigelb, 100 Gramm geriebene Haselnusskerne und 20 Zentiliter Orangenlikör dazu. Zum Schluss heben Sie noch die 20 geschlagenen Eiweiße unter. Das dürfte für etwa 20 Personen reichen.
Sollten Sie ängstliche Zeitgenossen erwarten, die genau wissen wollen, was sie essen, könnten Sie – statt einer Menükarte oder eines Rezepts – spaßeshalber eine Zutatenliste zum Gedeck legen. Nehmen wir an, dass die Eier jeweils gut 50 Gramm auf die Waage gebracht haben (ohne Schale) und dass der Likör mit 200 Gramm zu Buche schlägt. Dann lautet die Reihen-folge: „Eier, Zartbitterschokolade, Butterschmalz, Orangenlikör, Haselnüsse”. Erwarten Sie „cholesterinbewusste” Gäste, bietet es sich an, die Eier so zu deklarieren, wie Sie sie getrennt haben. So sieht die vorläufige Liste schon sympathischer aus: „Zartbitterschokolade, Eiweiß, Eigelb, Butterschmalz, Orangenlikör, Haselnüsse”.
weiterlesen? ->
http://www.das-eule.de/eulenspiegel604_deklaration.html
Lasst Euch die Festtage wohl bekomen
Uli
Von Jürgen Krüll
Der kritische Verbraucher hat es schon immer geahnt: Warenetiketten sprechen nicht die Wahrheit – zumindest nicht die ganze. In der Tat gibt die Zutatenliste nur in Ansätzen wieder, was sich wirklich im Lebensmittel befindet. Wie aber setzt sich die ominöse Liste zusammen, und wie wird sie „passend gemacht”? Zeit für eine bittersüße Lektion.
Stellen Sie sich vor, Sie erwarten Gäste und wollen zur Feier des Tages eine selbstgemachte Mousse au chocolat anbieten. Sie nehmen 250 Gramm Butter-schmalz, ein Kilogramm Zartbitterschokolade, schmelzen beides, geben 20 Eigelb, 100 Gramm geriebene Haselnusskerne und 20 Zentiliter Orangenlikör dazu. Zum Schluss heben Sie noch die 20 geschlagenen Eiweiße unter. Das dürfte für etwa 20 Personen reichen.
Sollten Sie ängstliche Zeitgenossen erwarten, die genau wissen wollen, was sie essen, könnten Sie – statt einer Menükarte oder eines Rezepts – spaßeshalber eine Zutatenliste zum Gedeck legen. Nehmen wir an, dass die Eier jeweils gut 50 Gramm auf die Waage gebracht haben (ohne Schale) und dass der Likör mit 200 Gramm zu Buche schlägt. Dann lautet die Reihen-folge: „Eier, Zartbitterschokolade, Butterschmalz, Orangenlikör, Haselnüsse”. Erwarten Sie „cholesterinbewusste” Gäste, bietet es sich an, die Eier so zu deklarieren, wie Sie sie getrennt haben. So sieht die vorläufige Liste schon sympathischer aus: „Zartbitterschokolade, Eiweiß, Eigelb, Butterschmalz, Orangenlikör, Haselnüsse”.
weiterlesen? ->
http://www.das-eule.de/eulenspiegel604_deklaration.html
Lasst Euch die Festtage wohl bekomen

Uli