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Ärzte übersehen Kuhmilchallergie oft
#1
| 20.11.06, 12:32 |


Zitat:Eine britische Untersuchung bescheinigt Medizinern mangelnde Kenntnis über die Milchunverträglichkeit von Kleinkindern.

80 Prozent von 500 befragten Ärzten trauen ihren Kollegen wenig zu, wenn es um das Erkennen einer Milchallergie bei Babys geht. Laut einer Umfrage der britischen Beratungsorganisation Act Against Allergy würden in der Praxis Mediziner die Symptome zu oft verwechseln und auf andere Ursachen zurückführen.

Die Kuhmilchallergie ist die häufigste Ursache von Lebensmittelallergien bei Säuglingen und Kleinkindern. In Deutschland sind zwei Prozent aller Säuglinge davon betroffen. Die Kinder vertragen das Eiweiß der Milch nicht – nicht zu verwechseln mit der Unverträglichkeit von Milchzucker, der so genannten Laktose-Intoleranz. Beide Formen der Milchunverträglichkeit verlieren die meisten betroffenen Kinder bis zum Schuleintritt wieder.
X( Na na na – hier bringen die Herrschaften wohl so einiges durcheinander :eine Laktoseintoleranz verliert sich nicht bis zum Schuleintritt – und die Milchallergie manifestiert sich dann oft als eine Milchunverträglichkeit- nicht mehr per IgE-Antikörper nachweisbar!
http://www.lebensmittelallergie.info/thr...d=798&sid=


http://www.lebensmittelallergie.info/thr...id=50&sid=


Zitat:Soja als umstrittene Alternative

Ein Hauptproblem der Milchallergie seien unspezifische Symptome der Kleinkinder wie Hautausschlag oder Durchfall, die die Diagnose erschwerten. Und selbst wenn die Ärzte auf ein Problem mit der Verdauung von Milch tippen, würden sie oft umstrittene Ernährungsempfehlungen geben, nämlich Babynahrung auf Sojabasis, so die britische Umfrage.

Wegen der Pflanzenhormone in Soja, die auf lange Sicht die Fruchtbarkeit der so gefütterten Kinder beeinträchtigen könnten, raten britische Gesundheitsbehörden davon ab. Auch die deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sieht Soja-Babynahrung kritisch, fordert aber nur eine Abwägung zwischen dieser Kost und den so genannten extensiven Hydrolysaten oder Aminosäuren-Formelnahrung. Letztere ist notwendig, wenn die Kinder auch gegen Soja eine Empfindlichkeit entwickeln.

HA-Nahrung zur Vorbeugung

„Spezielle Soja-Babynahrung schmeckt besser als die etwas bitteren Hydrolysate“, erklärt Ute Alexy, Ernährungswissenschaftlerin an der Forschungsstelle für Kinderernährung in Dortmund, warum Eltern ihre allergischen Kinder damit gern füttern. „Zur Vorbeugung bekommen allergiegefährdete Kinder hypoallergene Milch in Form von HA-Nahrung.“

Die Experten von Act Against Allergy, zu denen neben Allergologen auch Kinderärzte und Gastroenterologen gehören, empfehlen dringend bessere Informationen für praktische Ärzte und Kindermediziner. Denn wenn eine Milchallergie vorliegt, müssen Eltern ihren Säugling unbedingt kuhmilchfrei ernähren.

(BBC News)
http://www.focus.de/gesundheit/allergie/...39608.html


Uli
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